Harninkontinenz Stuhlinkontinenz Bettnässen Behinderung Inkontinenzhilfsmittel Mit Inkontinenz leben Inkontinenz und Pflege Selbsthilfegruppen Tipps und Tricks Kinderecke Fragen Kalender Downloads Über uns
 
 
      Veranstaltungskalender  Nachrichten  Startseite
 
 
 
 
 
News
Benutzer in diesem Forum: Keine

Aktuelles Datum und Uhrzeit: 09 Mai 2008 23:03
Unbeantwortete Beiträge anzeigen
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
Auf Beitrag antworten
Kommentar

Autor : Stefan   Thema : Hilfsmittel   Newsquellen : SVI-Redaktion
Beitrag Verfasst am:08 Mai 2008 22:47

Händler wehren sich - Netzwerk gegründet


Aglasterhausen: Unter der Inkonet Ltd. formierte sich im März 2008 ein bundesweites Händlernetz zur fachgerechten, flächendeckenden Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln. Die Gründer sehen sich sowohl als Spezialisten in der Beratung, der bedarfsgerechten Versorgung und im Service gegenüber ihren Patienten als auch starken Partner der Kostenträger und Lieferanten.

Mit eigenen, auf bereits bestehende Vorgaben aufbauenden Qualitätsstandards gewährleisten die Mitglieder eine kompetente, zuverlässige Versorgung mit hochwertigen Produkten und einen umfassenden Service. Von sehr großer Bedeutung sind hierbei die Nähe zum Anwender und dessen individuelle Betreuung durch erfahrenes Fachpersonal.

Die Partner der Inkonet Ltd. bilden einen Gegenpol zu den sich im deutschen Markt abzeichnenden monopolistischen Strukturen und Abhängigkeiten. Einem Qualitätsverlust soll in den Verhandlungen mit den Kostenträgern und der Beteiligung an Ausschreibungen entgegengewirkt werden, um langfristig die Verfügbarkeit hochwertiger Inkontinenzlösungen ohne wirtschaftliche Zuzahlung zu gewährleisten.

Gründungsmitglieder mit derzeit 15 Standorten innerhalb Deutschlands sind:
- Luna-Care GmbH in Hamburg
- Nusser + Schaal GmbH in Tübingen
- Rehability GmbH & Co. KG in Weinheim
- Reha- und Hilfsmitttelvertrieb Manuel Onken in Arnsberg
- Saatze und Peter in Westerkappeln
- Vital-Gesundheitsservice für Berlin und Brandenburg GmbH in Berlin

Das Netzwerk steht weiteren Partnern offen, sofern die vorgegebenen Leitlinien und Qualitätsstandards erfüllt werden können.

weitere Informationen:
Inkonet Ltd.
Ostlandstraße 24
74858 Aglasterhausen
Telefon 06262 915124
Fax 06262 915123




Autor : Stefan   Thema : Hilfsmitteltest   Newsquellen : SVI-Redaktion
Beitrag Verfasst am:05 Mai 2008 14:21

SVI: Keine Tests mehr mit Hytec


Augsburg - Haan: Bereits seit Mitte März hat der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. die Kooperation mit der in Haan ansässigen Hygiene Technologie GmbH beendet und stellt seit diesem Zeitpunkt keine Tester mehr zur Verfügung. Da dieser Sachverhalt erst juristischer Klärung bedurfte, kann diese Nachricht erst jetzt veröffentlicht werden. Alle Tester, welche sich über den SVi anmeldet haben, werden über diese Sache benachrichtigt.

Der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. stellte seit März 2003 mehr als ein dutzend mal Testkantidaten für die von der Firma Hygiene Technologie durchgeführten Konsumententests von saugenden Inkontinenzprodukten zur Verfügung. Zum Bruch kam es zwischen dem SVI und Hytec wegen Meinungsverschiedenheiten um die Ausgestaltung der Kooperation und der Pflichten der Partner. Ein weiterer wichtiger Grund war die Praxis, wie eine gewisse Klientel von Hytec behandelt wurde und welche Auswirkung dies auf die Konsumententests haben könnte.

Der Selbsthilfeverband bedauert das Ende der Kooperation und arbeitet daran in Kürze wieder Konsumententests anbieten zu können.


Autor : Foren-Admin   Thema : Therapieformen   Newsquellen : Urologische Nachrichten vom 21.04.2008
Beitrag Verfasst am:22 Apr 2008 10:06

Erzeugen Inkontinenzmedikamente Gedächtnisprobleme?


CHICAGO - USA: Laut einer US-amerikanischen Studie lösen Inkontinenzmedikamente bei älteren Menschen Gedächtnisprobleme aus. Die Studien führte der U.S. Navy Neurologe Dr. Jack Tsao durch. Tsao begann seine Studien direkt nachdem er eine 73-jährige Patientin getroffen hatte, die unmittelbar nach dem Einnehmen des Inkontinenzmedikaments halluzinierte und Gespräche mit toten Verwandten führte.

Dazu kamen dann Gedächtnisprobleme, die sich verbesserten, wenn Sie die Medikamente für ein paar Monate absetzte. Tsao und seine Kollegen begannen daraufhin gezielt Patienten zu untersuchen, die Anticholinergika verabreicht bekamen. Die Wissenschaftler vermuteten, dass ein Zusammenhang zwischen Medikamenten, die den Neurotransmitter Acetylcholin beeinflussen und zwischen der Gedächtnisleistung besteht. Ihre Ergebnisse stellten die Forscher anlässlich der Jahrestagung der American Academy of Neurology vor.

Die Ergebnisse entnahmen Tsao und Kollegen einer Studie, die 870 katholische Priester und Nonnen umfasste. Die „Religious Orders Study“ des Chicago Medical Center untersuchte die Medikation in Relation zur Gedächtnisleistung der Studienteilnehmer acht Jahre lang. Das Durchschnittsalter betrug 75 Jahre. Die Patienten wurden regelmäßig bezüglich ihres Gedächtnisses untersucht. Die Forscher ließen die Patienten Zahlenreihen vorwärts und rückwärts wiederholen, so viele Früchtesorten wie möglich innerhalb von einer Minute aufzählen und andere Gedächtnisübungen absolvieren. 80 Prozent aller Studienteilnehmer nahmen Anticholinergika gegen Asthma, Bluthochdruck und Inkontinenz (Detrol und Ditropan) ein. Die meisten Patienten erhielten allerdings Inkontinenzmedikamente. Gerade deswegen vermuten die Forscher eine Verbindung zwischen diesen Medikamenten und einer Akkumulation von Gedächtnisstörungen. Bei 50 Prozent der Patienten, die Medikamente einnahmen, ließ sich eine abnehmende Gedächtnisleistung diagnostizieren. Eine Relation mit Alzheimer konnten die Forscher ausschließen.


Quelle: Urologische Nachrichten vom 21.04.2008


Autor : Foren-Admin   Thema : Gesetze - Versicherungen - Soziales   Newsquellen : Informationsdienst Wissenschaft vom 11.04.2008
Beitrag Verfasst am:14 Apr 2008 11:02

Volkskrankheit Inkontinenz: Prominente und Urologen setzen gemeinsam auf Aufklärung


HAMBURG: Urologen brechen Tabus - Prominente helfen mit! Unter diesem Motto geben die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. in diesen Tagen eine Patientenbroschüre heraus, mit der sie das Schweigen um die heimliche Volkskrankheit Inkontinenz überwinden wollen.

Blasenschwäche ist eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten in Deutschland und eine der am stärksten tabuisierten. Über fünf Millionen Frauen und Männer aller Altersgruppen leiden an Harninkontinenz, die nach Geburten oder Operationen, bei Beckenbodenschwäche und vielen anderen Erkrankungen auftreten kann. Um Betroffenen Mut zu machen und einen Arzt aufzusuchen, wollen die DGU und der Berufsverband der Deutschen Urologen mit ihrer neuen Patientenbroschüre Hemmschwellen abbauen. Tatkräftige Unterstützung bekommen sie dabei von zehn prominenten Mitstreitern: Schriftstellerin Peggy Parnass, Bischöfin Maria Jepsen, den Schauspielerinnen Hannelore Hoger, Nina Petri, Claudia Rieschel und Beate Abraham, Sportlegende Alexander Pusch, Chorleiter Gotthilf Fischer sowie aus den Reihen der Politik von Christian Wulff und Ursula von der Leyen. Sie alle sprechen in der handlichen 26-Seiten-Broschüre offen über das sensible Thema Inkontinenz. "Fechter des Jahrhunderts" Alexander Pusch: "Jeder, der über seine persönlichen Erlebnisse mit der Krankheit spricht oder sein Wissen über Blasenschwäche weitergibt, hilft anderen, die Mauer aus Scham und Angst zu überwinden".

Das ist dringend notwendig. "Von den fünf Millionen Betroffenen in Deutschland werden nur etwa 15 Prozent fachkundig betreut", sagt DGU-Pressesprecherin Professor Dr. Margit Fisch, die allen beteiligten Prominenten dafür dankt, sich so bereitwillig in den Dienst der guten Sache zu stellen und auf diesem Wege für mehr Aufklärung zu sorgen. "Die meisten Menschen, die Probleme mit der kontrollierten Blasenentleerung haben, schweigen aus Scham. Körper und Seele leiden, der Rückzug vom gesellschaftlichen Leben beginnt, Selbstwertgefühl und Lebensqualität gehen verloren. Am Ende steht oft die völlige soziale Isolation." Dabei sei die heimliche Volkskrankheit Blasenschwäche kein Schicksal, sondern in den meisten Fällen sehr gut heilbar, so die Urologin. Der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen, Dr. Martin Bloch appelliert: "Glauben Sie mir, es ist absolut selbstverständlich, wegen einer Blasenschwäche zum Urologen zu gehen." Bischöfin Maria Jepsen bringt es in dem neuen Ratgeber der Urologen auf den Punkt: "Blasenschwäche ist eine Schwäche, keine Schande."

Die Patientenbroschüre liegt in Wartezimmern von urologischen Praxen und Kliniken aus und kann kostenlos von Apotheken, Gesundheitsämtern und Beratungsstellen über die gemeinsame Pressestelle der DGU und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen und Online unter www.wahlers-pr.de/online angefordert werden. Dieser Ratgeber zum Tabuthema Inkontinenz ist bereits das zweite Projekt, das die Urologen mit prominenter Unterstützung initiiert haben. In 2006 setzten sich unter dem Titel "Promis gegen Prostatakrebs" mit großem Erfolg bekannte Persönlichkeiten dafür ein, mehr Männer zur Krebsfrüherkennungs-Untersuchung zu motivieren.

Weitere Informationen + Fotos:
Bettina-Cathrin Wahlers & Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel.: (040) 79 14 05 60
Fax: (040) 79 12 00 27
Mail:
Internet: www.urologenportal.de
Weitere Informationen:
http://www.urologenportal.de


QUELLE: Informationsdienst Wissenschaft vom 11.04.2008


Autor : Foren-Admin   Thema : Therapieformen   Newsquellen : SVI - Redaktion
Beitrag Verfasst am:14 Apr 2008 10:58

Helfen Stammzellen bei Inkontinenz tatsächlich oder bleibt es nur ein Wunschtraum?


INNSBRUCK - ÖSTERREICH: Mit dieser Frage müssen sich nun auch die Gerichte in Innsbruck beschäftigen, wie uns bekannt wurde. Ein ehemaliger Patient klagt nun gegen die Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH auf Schadensersatz. "Ich war ein Versuchskaninchen", sagt Dieter Bollman, Ex-Patient der Innsbrucker Klinik. Seine Klage begründet er damit weil er unzureichend aufgeklärt worden sei. Die Verhandlung könnte zum Musterprozess werden, befürchtet die TILAK.

Wie bekannt wurde, ist diese Methode häufiger außerhalb der Studien angewandt worden. Dieter Bollman unterzog sich im Jahr 2005 wegen einer Inkontinenz dieser Behandlung mit Stammzellen, wobei sie jedoch keinen Erfolg zeigte. Es geht dem Kläger nicht nur um die Schadensersatzforderung in Höhe von gut 4.000 Euro, sondern um noch mehr: "Ich weiß jetzt aufgrund von Gerichtsgutachten, dass ich außerhalb der Studien in einem experimentellen Verfahren missbraucht worden bin und das kann so nicht weiter gehen".

Da bis heute diese Methode noch nicht zur Inkontinenz-Behandlung anerkannt ist, darf sie eigentlich nur im Rahmen der Studien eingesetzt werden. Nun wurde aber der Vorwurf erhoben, man habe auch Patienten wie Herrn Bollmann außerhalb der Studien behandelt, was die TILAK dazu veranlasste, schon Ende 2006 die Finanzierung der Studien einzustellen.

Wolfgang Buchberger, Ärztlicher Direktor der TILAK: "Als wir mitbekamen, dass auch immer mehr Patienten außerhalb der Studien behandelt wurden und sich kein eindeutiger Nutzen für den Patienten zeigte, so dass wir sie in die Regelversorgung zu übernehmen könnten, haben wir uns entschlossen, dass diese Behandlung nur noch in Studien durchgeführt werden darf. Daher haben wir die Finanzierung mit Ende 2006 eingestellt."

Der betroffene Wissenschaftler Prof. Hannes Strasser verteidigt dagegen seine Stammzellenmethode als längst anerkannt, nebenwirkungsarm und effizient sowie deren Anwendung an Patienten als gesetzeskonform: "Ich glaube aufgrund der Äußerungen, die ich in den letzten Tagen der Presse entnommen habe, dass offensichtlich einige Personen und auch der ärztliche Direktor nicht im vollständigen Umfang über alle gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie über die Studienergebnisse und die Ergebnisse unserer Publikationen informiert sind." Tatsache ist aber, dass es bis heute keine eindeutig gesicherten Beweise gibt, welche diese Methode als Wirksam einstuft.

Die Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH befürchtet nun weitere Fälle und dass der Fall Bollmann erst der Anfang sei. Es wurden mit dieser Methode mehrere hundert Patienten außerhalb der Studien behandelt, das steht nun fest. Die TILAK muss nun feststellen, wieviele Patienten es genau waren, vorallem wieviele Patienten nach der klaren Anweisung des TILAK noch außerhalb der Studien behandelt worden sind. Laut TILAK wird es für die Ärzte Konsequenzen geben, welche auch vom Ausgang des Gerichtsverfahrens abhängen.


Quelle: tirol ORF.at vom 09.04.2008


Autor : Stefan   Thema : SVI-Nachrichten   Newsquellen : SVI-Redaktion
Beitrag Verfasst am:20 März 2008 18:15

SVI auch in Zukunft nicht käuflich.


AUGSBURG: In den letzten Tagen wurde in den Medien über die Verstrickung von Selbsthilfegruppen und Verbänden mit den Interessen der Industrie und der Pharmafirmen berichtet. Der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. (SVI) wird auch in Zukunft keine Pharmafirmen als Partner aufnehmen und ist von den bisherigen Partner nicht finanziell abhängig.

Wir halten es für sehr bedenklich, wenn Pharmakonzerne mit großzügigen "Spenden" auf diese Weise versuchen, Selbsthilfegruppen, Vereine und auch Verbände zu unterwandern, um dort gezielt Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente zu machen. Oft wird in diesem Zusammenhang auch bewusst falsche oder nicht vollständige Informationen an die Gruppenleiter usw. weitergegeben, um die Betroffenen nicht durch negative Eigenschaften davon abzuhalten, sich das jeweilige Medikament verschreiben zu lassen.

Ebenso behandeln wir unsere Partner aus der Hilfsmittelindustrie alle gleich, denn nicht jede Firma kann größere Beträge Spenden so "eben mal schnell" aus der "Portokasse" bezahlen. Diese Regelung wurde bewusst so gewählt, damit der SVI nicht von einem bestimmten Partner abhängig wird und so über die "Hintertür" Einfluss nehmen zu können, so Süß.

Das Thema Werbung (Anzeigen) spielt häufig besonders bei Vereinen und Verbänden eine wichtige Rolle. Bei uns steht die neutrale Information der Betroffenen über Hilfsmittel, neue Behandlungsmethoden usw. im Vordergrund. Daher wird es auch in Zukunft keine reine Werbung bei uns geben, die nur zum Ziel der Gewinnmaximierung des jeweiligen Herstellers dient, ohne einen wirklichen Mehrwert für den Betroffenen darzustellen.

Auch in Zukunft bleibt der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. das was er war und ist. Offen, ehrlich, manchmal etwas unbequem und auf jeden Fall Werbefrei, versichert Süß.

Autor : Foren-Admin   Thema : Gesetze - Versicherungen - Soziales   Newsquellen : Gesundheit ADHOC vom 06.02.2008
Beitrag Verfasst am:16 Feb 2008 23:51

BARMER Ersatzkasse im Inkontinenz-Chaos


ESSEN: Neben vielen interessanten Gesundheitsthemen widmet sich die Februar-Ausgabe der „Neuen Allgemeinen Gesundheitszeitung für Deutschland“ im Leitartikel besonders den skandalösen Zuständen im Hilfsmittelmarkt nach den erfolgten oder geplanten Ausschreibungen der Krankenkassen für Inkontinenzprodukte.

„Aufsaugende Inkontinenzartikel“ sind für Millionen Betroffene im täglichen Leben unverzichtbar. Doch die „Rabattschlacht“ um jeden Preis hat jetzt auch diesen Sektor erreicht. Auch die Barmer Ersatzkasse plant, in Zukunft die wohnortnahe und patientenfreundliche Versorgung durch Apotheken und Sanitätshäuser zu kippen und nur noch mit wenigen Anbietern zusammenarbeiten. Experten und Betroffene warnen eindringlich vor Qualitätsverlust und dem Ende der flächendeckenden Versorgung. Die „Neue Allgemeine Gesundheitszeitung für Deutschland“ erscheint monatlich mit einer Auflage von einer Million Exemplaren und ist kostenlos in Apotheken erhältlich. Alle Artikel sind online auch unter http://www.neue-allgemeine.de
nachzulesen.

Nach Pillen-Chaos und Ärzte-Chaos jetzt das Hilfsmittel-Chaos?
Billig gewinnt – Patient verliert


Es gibt persönliche Themen, über die nicht gern gesprochen wird. Eines davon ist die Inkontinenz. Laut des Selbsthilfeverbandes Inkontinenz e. V. sind rund fünf bis acht Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Tendenz steigend, denn nicht selten betrifft das Unvermögen, die eigenen Ausscheidungen ausreichend zu kontrollieren, ältere Menschen.

Betroffene konnten sich bisher über eine gute Versorgung mit den so genannten „aufsaugenden Inkontinenzartikeln“ freuen. Doch die im April 2007 in Kraft getretene Gesundheitsreform hat der Qualität ohne Rücksicht auf die Patienten einen Riegel vorgeschoben. Ähnlich wie im Falle der stark unter Beschuss geratenen Arzneimittel-Rabattverträge, die Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern abschließen dürfen und allzu bereitwillig abschließen, droht jetzt auch auf dem Hilfsmittelmarkt das Chaos zu Lasten der Patienten.

Die Regierung ermöglicht den Krankenkassen Ausschreibungen auf Hilfsmittel. Ein qualitätsresistenter Wettbewerb, denn in aller Regel kann nur der Billigste gewinnen. Als erste hat das die BKK LV Niedersachsen/Bremen erfahren. Mit dem billigsten Hersteller, der die Ausschreibung für Inkontinenzprodukte gewann, endete der Versuch wegen fehlender Lieferfähigkeit und Qualität im Chaos.

Als eine der nächsten Krankenkassen wagte die AOK Mecklenburg-Vorpommern das Experiment mit ungewissem Ausgang: Statt ihre Versicherten wie bisher über 400 Apotheken und eine Reihe von Sanitätshäusern mit Inkontinenzartikeln wohnortnah zu versorgen, verlangt sie jetzt von nur einigen wenigen Lieferanten, die gleiche Leistung zu erbringen. Keine Apotheke mehr als Anlaufstelle in unmittelbarer Nähe? Kein Apotheker mehr, der Patient und Umfeld kennt? Verbesserte Versorgung – eine Illusion? Nun wollte auch die BARMER Ersatzkasse zuschlagen: ab dem 1. Februar 2008 sollte es nur noch höchstens 20 Lieferanten für ganz Deutschland geben. Bisher versorgten 21.500 Apotheken und 2.500 Sanitätshäuser die inkontinenten Patienten der BARMER qualitätsbewusst und kundennah.

Aber gegen die Ausschreibung der BARMER gibt es Einsprüche betroffener Unternehmen, die die gewollte Umstellung der Versorgung in vielen Regionen auf nur einen Anbieter noch verhindern. Für die Übergangszeit dürfen die Apotheken dort noch einmal den Lückenbüßer spielen. Die Patienten wird es freuen.

Betroffene und Selbsthilfeverbände reagieren schockiert auf die miesen Aussichten. Die flächendeckende Versorgung, die bisher über Apotheken und Sanitätshäuser gewährleistet wurde, ist akut gefährdet. Schlimmstenfalls wird es pro Region nur einen Versorger geben: für die Betroffenen, deren Mobilität häufig eingeschränkt ist, eine Katastrophe. Behinderte und ältere Menschen sowie Angehörige können nicht mehr auf die Apotheken in unmittelbarer Nähe zurückgreifen. Diese sind jetzt ganz außen vor, denn die Apothekenverbände dürfen an den Ausschreibungen nicht teilnehmen – da spricht das Kartellrecht gegen. Und einzeln erfüllen sie nicht die Kriterien für die Ausschreibung eines „Loses“ für eine ganze Region. Apotheken ade! Gute Versorgungsnetze werden Geschichte sein.

Bereits im Juni des vergangen Jahres reichte die besorgte Mutter eines behinderten Kindes eine Petition gegen Hilfsmittelausschreibungen beim Deutschen Bundestag ein, die unter anderem von der Inkontinenz Selbsthilfe e. V. unterstützt wurde. Der Verein sieht in den Ausschreibungen der Krankenkassen und den zu befürchtenden Folgen „einen massiven Eingriff in die Grundrechte aller Patienten.“

Besorgt sind viele Betroffene nicht nur wegen der mittelfristig zu erwartenden Qualitätseinbußen, zum Beispiel durch „Leckagen“ (undichtes Material), sondern auch wegen drohender Verletzungen ihrer Privat- oder gar Intimsphäre. Wird der neue Versorger die Vorlagen oder Windelhosen neutral verpacken? Wird er sie diskret übergeben? Die Krankenkassen mögen das zwar verlangen, aber wer steht schon neben dem Zusteller, wenn niemand die Türe öffnet und er das Paket einfach beim Nachbarn abgibt?

Auch in Herstellerkreisen sind die kritischen Stimmen mehr als laut. Hilfsmittelproduzenten, die sich bisher durch hochwertige Produkte und ein breites Angebot einen Namen gemacht haben, können bei den Ausschreibungen nur dann mithalten, wenn sie die Preise drastisch senken. Das geht auf Dauer nur mit unvermeidbaren Qualitätseinbußen. Denn Lieferanten, die bisher auf Qualität setzten, müssen mit billigem Material arbeiten, um im Preiskampf bestehen zu können. Der Leidtragende ist erneut der Patient, dem die Produkte eigentlich helfen sollten, ein Stück Lebensqualität zu erhalten.

Was nichts kostet, ist auch nichts - Ein Kommentar der Redaktion

Hinsichtlich der Bedenken von Experten, Patienten und Herstellern fragt man sich, warum die Bundesregierung trotz berechtigter und nachvollziehbarer Einwände Ausschreibungen im Rahmen der Gesundheitsreform ermöglichte. Die Erklärung findet sich in der andauernden Litanei des allgegenwärtigen Sparzwangs. Ungebremst wird der Bevölkerung eingetrichtert, dass dringend mehr Wettbewerb ins System müsse, dass dadurch gespart würde und dass die Versicherten davon profitierten. Doch was ein Oligopol aus einigen wenigen Anbietern, die die Versorgung übernehmen werden, mit funktionierendem Wettbewerb zu tun haben soll, bleibt ein Geheimnis der deutschen Gesundheitspolitik. Es ist abzusehen, dass die Preise wieder steigen werden. Die Sackgasse ist vorprogrammiert. Letztlich werden die Kassen nicht profitieren. Die Patienten büßen Lebensqualität ein, denn schlechtere Materialien, gerade bei Inkontinenzartikeln, können Wundliegen und Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Und die Kosten für die Volkswirtschaft werden steigen, denn schlechtere Qualität sorgt letzten Endes für einen höheren Verbrauch an Vorlagen und anderen Inkontinenzprodukten. Aber wen interessiert schon, dass damit auch massiv unsere Umwelt belastet wird?

Und es sage niemand, die Kassen seien per Gesetz gezwungen, Ausschreibungen zu machen. So dumm ist das Gesetz nicht. Da heißt es ausdrücklich, nur wenn es „zweckmäßig“ ist. Was wäre, wenn die Krankenkassen sich über diese „Zweckmäßigkeit“ vorher mehr Gedanken zugunsten ihrer Versicherten machen würden?

Inkontinenzversorgung mit Qualitätsbewusstsein und wirtschaftlichem Weitblick? Fehlanzeige, denn „was nichts kostet, ist auch nichts“ (Volksmund).


Quelle: Gesundheit ADHOC vom 06.02.2008


Autor : Foren-Admin   Thema : Intern   Newsquellen : SVI Webmaster
Beitrag Verfasst am:09 Feb 2008 23:14

Serverausfall vom 8 Februar 2008


Liebe Besucher unserer Homepage,

Aufgrund eines Defektes des Datenbankservers bei unserem Provider war unsere Homepage für mehrere Stunden nicht erreichbar. Leider hatte der Ausfall der Server- Hardware bei dem unter anderem mehrere Festplatten zum Teil erheblich Beschädigt oder völlig Zerstört wurden auch eine unangenehme Auswirkung auf die Backups. Unbemerkt wurden schon einige Tage vorher fehlerhafte Backups gesichert, was dazu führte, dass das letzte funktionsfähige Backup vom 30.01.2008 00:15 stammte.

Auch unsere zusätzlich gesicherten Backups, welche Täglich erstellt werden, wurden wegen dieser Störung ebenfalls Fehlerhaft abgespeichert, so dass wir auch unser eigenes Backup nicht nutzen konnten. In diesem Zusammenhang werden wir unsere Backupstrategie noch einmal überarbeiten und verbessern.

Wir bedauern diesen Vorfall und bitten nun daher alle User welche sich nach dem 29.01.2008 23:59:00 registriert hatten oder einen Beitrag verfassten, die Registrierung zu wiederholen bzw. den Beitrag noch einmal hier ins Forum zu stellen.


Der Webmaster vom SVI


Autor : Foren-Admin   Thema : Gesetze - Versicherungen - Soziales   Newsquellen : APOTHEKE ADHOC vom 25.01.2008
Beitrag Verfasst am:28 Jan 2008 11:25

HILFSMITTELAUSSCHREIBUNG - Inkontinenzversorgung ohne Apotheken


BERLIN: Um Kosten zu sparen, hat die Barmer Ersatzkasse im vergangenen Herbst die ambulante Versorgung mit Inkontinentzprodukten ausgeschrieben. In 20 „Losgebieten“ soll künftig ein Anbieter die Versorgung der Patienten mit entsprechenden Hilfsmitteln exklusiv übernehmen. Dazu wurde vorab seitens der Barmer der Hilfsmittelliefervertrag für aufsaugende Inkontinenzprodukte gekündigt. Vom 1. Februar an dürfen Barmer-Versicherte diese Artikel also nicht mehr in Apotheken oder Sanitätshäusern beziehen, sondern werden direkt von dem Anbieter beliefert, der die Ausschreibung bei bis zu fünf Losen gewonnen hat.

Allerdings haben – wie bei den Arzneirabattverträgen – unterlegene Bieter in einigen Fällen das Verfahren beklagt, so dass die Barmer bislang nur für elf der 20 Losgebiete Zuschläge erteilen konnte. Zudem sind die ausgeschriebenen Regionen nicht deckungsgleich mit den Grenzen der Bundesländer oder mit denen der Landesapothekerverbände, so dass Lieferschwierigkeiten mittlerweile unausweichlich scheinen. Nach Informationen von APOTHEKE ADHOC verhandelt der Deutsche Apothekerverband (DAV) derzeit mit der Barmer über eine Übergangslösung zumindest für die Gebiete, in denen die Kasse keine Zuschläge erteilen konnte.

Beispiel Nordrhein-Westfalen: Gewinner ist das Rehazentrum Viersen, ein privat geführtes Sanitätshaus, das infolge des Zuschlags nun kurzfristig das Personal von bislang sechs Mitarbeitern mindestens verdoppeln muss. Das Sanitätshaus liefert eigenen Angaben zufolge bevorzugt Produkte des polnischen Herstellers Seni; darauf wurden die Barmer-Versicherten in einem Schreiben hingewiesen. Besteht der Patient auf seine gewohnten Artikel, muss er offenbar die Differenz selbst bezahlen. Die Auslieferung erfolge „aus wirtschaftlichen Gründen über einen Paketdienst“, heißt es in dem Schreiben, mit dem das Sanitätshaus die Dauerverordnungen der Patienten anfordert.

Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, fürchtet, dass der Versicherte der Verlierer sein wird: „Die Patienten zahlen den Preis für die Rabattschlacht: Aus Kostengründen müssen sie auf die wohnortnahe Versorgung und Betreuung verzichten, stattdessen bleibt ihnen nur ein Telefonkontakt zum Lieferanten“, so Preis gegenüber APOTHEKE ADHOC. „Wer von der Qualität des Preisbrechers nicht überzeugt ist, muss draufzahlen. Die Patienten befürchten, dass der Wettbewerb dann vollkommen ausgeschaltet ist.“ Bundesweit seien etwa 100.000 Patienten von den Verträgen betroffen, die für zwei Jahre gelten.

Die Apotheken und Sanitätshäuser vor Ort, also jene Anbieter, die nicht von der Ausschreibung profitierten, müssten die Versicherten erneut über die neuen, nicht wirklich patientenfreundlichen Regeln aufklären, so Preis. Immerhin: Da die Ausschreibung nur für die ambulante Versorgung gilt, können Pflegeheime mit Genehmigung der Barmer auch künftig von Apotheken beliefert werden.

Die Firma Paul Hartmann aus Heidenheim, deren fünf Zuschläge noch blockiert sind, will nach eigenen Angaben als einziger Anbieter mit den Apotheken kooperieren: „Nur mit einem Partner vor Ort kann die Beratung ideal funktionieren“, sagte ein Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Deshalb würden die Apotheken eingebunden, wenn sie wie bislang die Versorgung der Patienten übernehmen, erklärte der Sprecher.


Lesen Sie dazu auch: "An falscher Stelle gespart" und "Entmündigung der Patienten"


Quelle: APOTHEKE ADHOC vom 25.01.2008


Autor : Foren-Admin   Thema : Therapieformen   Newsquellen : CHINAdaily vom 17.01.2008
Beitrag Verfasst am:25 Jan 2008 16:20

Fast jede dritte Frau in China ist inkontinent


BEIJING - CHINA: Nahezu eine von drei chinesischen Frauen über 35 leidet an Inkontinenz, d.h. kann ihren Urin nicht vollkommen halten, so der Mediziner. Betroffene Frauen verlieren mehrere Tropfen Urin beim Lachen, Husten oder Laufen, während andere Frauen akutere Symptome verspüren wie das Gefühl, dringend zur Toilette zu müssen, bevor die große Mengen Urin lassen, erklärte Ma Le, Leiter der Abteilung für Inkontinenz bei Frauen am Krankenhaus für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Beijing vor kurzem auf einem medizinischen Seminar.

"Solche Symptome beeinflussen erheblich die Lebensqualität der Betroffenen", so Ma. "In ernsten Fällen entwickeln die Patienten Hautinfektionen, wenn sie länger an Inkontinenz leiden." Eine große Anzahl an Frauen schließt sich selbst aus Angst vor eventuellen peinlichen Situationen in der Öffentlichkeit durch ihre Inkontinenz aus zahlreichen Aktivitäten mit ihren Familien und Freunden aus, so Ma. "Manche entwickeln Depressionen", erklärt Ma.

Yang Changjian, geschäftsführender Direktor des Verbandes für Mediziner in China, meint, das Leiden werde häufig von Patienten und medizinischem Personal vernachlässigt. Aus Scham vor peinlichen Situationen durch die Symptome nehmen viele Betroffene keine medizinische Hilfe in Anspruch, sondern warten darauf, dass die Symptome von selbst verschwinden, was jedoch genau falsch ist, so Yang. Nur ein Prozent der Betroffenen nimmt medizinische Hilfe in Anspruch, erklärt Ma.

"Die meisten Krankenhäuser haben noch nicht einmal Abteilungen zur Behandlung von Inkontinenz", so Ma. "Es handelt sich um eine unter Frauen weit verbreitete Krankheit, die auf deren Physiologie beruht und häufig als Folge von Geburten auftritt", meint Ma.

"Doch durch medizinische Eingriffe wie Operationen ist die Krankheit heilbar", so Ma, mit dem Appell an Betroffene, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Das Bewusstsein auf das Leiden zu lenken könnte der erste wichtige Schritt sein, meint Yang unter Anführung von Ergebnissen einer vor kurzem durchgeführten Online-Befragung auf Sohu.com.

Von den 3000 Befragten gaben 48 Prozent an, dass sie Inkontinenz nicht als medizinisches Problem erachtet hätten, und 51 Prozent antworteten, sie schämten sich für ihre Symptome.


Quelle: CHINAdaily vom 17.01.2008

 
Auf Beitrag antworten   Seite 1 von 7  
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
Gehe zu:  
 

Unsere Benutzer haben insgesamt 13402 Artikel geschrieben.
Wir haben 1171 registrierte Benutzer.
Der neueste Benutzer ist comevuole.
Wir wurden schon 3018904 mal besucht.

Powered by phpBB 2.0.3 © 2001, 2002 phpBB Group
Copyright 2002 - 2005 Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V.
Hosted by Framecom.net